Weihnachtsbaumschmuck aus Lebkuchen

Eine ideale Beschäftigung mit Kleinkind in der Adventszeit

Ja, bei uns hängen dieses Jahr Pfefferkuchenmänner am Weihnachtsbaum. Und ich bin ganz verliebt in sie. Und in die Weihnachtsbäume und Weihnachtskugeln aus Lebkuchen. Und in die Erinnerung, sie am ersten Advent zu Dritt gebacken und verziert zu haben (mehr oder weniger zu Dritt. Man romantisiert retrospektiv ja schnell). 

Und wie das geht, das erfahrt ihr hier:

Für den Lebkuchenteig benötigt ihr:

200g braunen Zucker
125ml Honig
4 EL Milch
150g Butter
2 TL Zimt
2 EL Lebkuchengewürz
2 EL Kakao
90g Speisestärke wie Kartoffelstärke
eine Packung Backpulver
400g Mehl (optional mit einem kleinen Anteil an gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen)

Backen mit Kleinkind: Dauert länger, man braucht gute Nerven, aber die Kleinen sind so stolz!

Und jetzt: Weihnachtsplaylist an, tief ein- und ausatmen und bereit sein für das, was da kommen möge, wenn ein Kleinkind euch unterstützt: Spaß und schöne Erlebnisse. Aber ihr braucht auch etwas Geduld und danach Zeit zum Saubermachen. Los gehts! 

Zucker, Honig, Milch und Butter in einem Topf erwärmen, bis alles flüssig geworden ist. Die Masse dann etwas abkühlen lassen und mit den vermischten trockenen Zutaten vermengen. Bis hierhin hat mich Rosa tatkräftig unterstützt. Dauert alles länger und macht definitiv mehr Dreck, ist aber super niedlich. Es ist so schön, die Kleinen so stolz zu sehen. Rosa wollte unbedingt das Backpulver in die Rührschüssel geben. Und "rühren, rühren, rühren". Dann kam der Zimt. Etwas davon landete auf ihrer weißen Hose und im Hochstuhl. Etwas sogar im Besteckfach (fragt mich nicht). Das meiste aber in der Rührschüssel. Und, so war das bei allen Zutaten. "Rosa auch". "Rosa auch Zucker". "Rosa auch rühren". So sweet. Aber beim Verkneten des Teigs habe ich dann doch wieder allein Hand angelegt. So locker bin ich dann auch nicht, was den Dreck betrifft. Vor allem nicht in einer weißen Küche mit weißen Wänden. Und braunem Teig. 

Den Teig bewahrt ihr dann mindestens eine Stunde in Frischhaltefolie im Kühlschrank auf. 

In der Zwischenzeit macht ihr sauber, freut euch, dass die Basis geschaffen ist und bereitet einen Tisch oder eine andere größere Fläche vor, die ihr etwas bemehlt. Nudelholz und Ausstechförmchen bereit legen (ich habe extra noch einen Teigschaber gekauft, um die ausgestochenen Plätzchen gut vom Tisch zu bekommen. Ich weiß nicht, ob man so etwas benötigt, aber ich habe mich unglaublich gut vorbereitet gefühlt.). Oft wird empfohlen, den Backofen dann bereits vorzuheizen (auf 180 Grad, Pizzamodus). Mich setzt das aber immer unter Druck, deshalb mache ich das immer einfach, wenn ich fast fertig bin mit dem Ausstechen. 

Rosa hatte so viel Spaß! Ungefähr zwei Minuten lang. 

Rosa hat es sehr viel Spaß gemacht, den Teig mit dem Papa auszurollen und die Ausstechförmchen* auf den Teig zu drücken (deshalb finde ich persönlich welche aus Kunststoff für Kleinkinder hervorragend geeignet, da wird Rosa noch mit einigen Förmchen* in ihrem Adventskalender überrascht. Sie hat uns aber natürlich auch, wie ihr auf einem Bild seht, bei denen aus Metall geholfen. Hat dann aber immer mal "aui" gesagt und gelacht).
Ungefähr zwei Minuten hatte sie Spaß. Danach hat sie mit dem Teig geknetet, ihn probiert, ausgespuckt (haha, das ist wohl nicht so der Schleckerteig durch die ganzen intensiven Gewürze) und versucht, unsere Kunstwerke und den ausgerollten Teig zu zerstören. Ganz casual. 

Und, Obacht: Verseht alle Plätzchen vor dem Backen beispielsweise mit einem Bambus-Strohhalm, Bleistift etc. noch mit einem kleinen Loch, damit ihr sie später easy aufhängen könnt. 

Die von uns vorbereitete Teigmenge hat genau für zwei Bleche gereicht. Die Lebkuchen kommen dann für ca. zehn Minuten in den bei 180 Grad vorgeheizten Backofen. Ich habe sie etwas länger im Backofen gelassen, weil sie noch weich waren. Aber natürlich härten die Plätzchen noch nach, wenn sie abkühlen. Deshalb war es in meinem Fall sehr gut, dass die Lebkuchen vorrangig als Weihnachtsbaumschmuck dienen sollten. Ihr versteht mich schon. 

Nachdem die Lebkuchen abgekühlt waren, ging es ans Dekorieren. 

Für das Dekorieren benötigt ihr: 

eine Packung Puderzucker
Spritzbeutel* und eine möglichst präzise Tülle (diese Bezeichnung habe ich gegoogelt)
Garn* zum Aufhängen der Plätzchen

Den Puderzucker vermengt ihr nach Gefühl mit ein paar Tröpfchen Wasser - lieber zu wenig, als zu viel. Nachgeben könnt ihr immernoch. Die Glasur darf auf keinen Fall zu flüssig sein, sonst läuft sie aus der Tülle und euch wird das Dekorieren sehr erschwert. Und jetzt braucht ihr etwas Ruhe und Geduld, um die Lebkuchen schön zu verzieren. Toll ist es, weiß ich jetzt, wenn man Ausstechformen hat, die gleichzeitig als eine Art Stempel fungieren und schon ein paar Hilfslinien auf dem Teig sichtbar machen. Wie bei unseren Pfefferkuchenmännern und der Weihnachtskugel. Und ihr benötigt eine möglichst präzise Tülle. Die hatten wir nämlich nicht. Wie man sieht. 

Aber vielleicht muss nicht immer alles objektiv perfekt sein, damit es für unsere Kinder schön ist. Am perfektesten für sie ist es, wenn wir alle Spaß bei der Sache haben. Bei was auch immer. Auch, wenn mal etwas daneben geht oder nicht klappt, wie vorgestellt. Das ist klar. Aber daran muss man sich häufig wirklich erinnern. Und glaubt mir: Das ist gut für alle Seiten. 

In diesem Sinne: Happy Adventszeit und gebt doch gern mal Bescheid, wenn euer Weihnachtsbaum auch mit Lebkuchen geschmückt wird! 


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