Wir haben uns den Frühling in die Wohnung geholt: Unsere Osterdekoration.

"Rosa, weißt du was? Es gibt auch einen Weihnachtsmann, der im Frühling kommt. Kennst du den schon?", fragte ich Rosa vor ein paar Wochen. Da sind wir an einem österlich geschmückten Schaufenster vorbeigelaufen und sie kreischte freudig "Hasis!". Ihre Augen leuchteten und sie verneinte. War aber sichtlich gespannt, was da jetzt kommt. "Er heißt Osterhase und versteckt vielleicht ein paar kleine Geschenke." Sie nickte und ihre Augen glänzten. Geschenke fetzen. Spätestens seit ihrem Geburtstag vor einem Monat. ("Noppmer Nenke!" - sagte sie gerade, als sie mit der neuen Marienkäferunterhose, die Oma geschickt hat, ins Wohnzimmer kam.) Aber zurück zum Thema: Hasen fetzen sogar noch mehr und überhaupt ist die ganze Welt ja so spannend. Für sie, für uns. Seit ihr. 

Und befindet sich gerade in einem Ausnahmezustand. Ohne zu der Situation, in der wir uns gerade alle befinden, an dieser Stelle zu viele Worte zu verlieren: Wir werden gestärkt aus der Krise gehen. Alle. Und ganz viel mitnehmen. Und in der Zwischenzeit machen wir es uns zu Hause einfach noch schöner. Dachte ich. Und machte ich. 

Im Folgenden zeige ich euch also gern unsere Osterdekoration. Unseren Osterkranz, den Osterstrauch und einen Kuchen, den wir gemeinsam gebacken haben. 

Der Osterkranz

Gerade noch rechtzeitig, bevor ein paar Tage später die meisten Geschäfte schlossen, habe ich Material für die Osterdekoration gekauft. Unter anderem auch den Eukalyptus, die nach Honig riechenden Zweige mit weißen Blüten, deren Namen ich vergessen habe und die zwei Wachteleier. Für die Gräser habe ich mich an einem unserer Trockenblumensträuße bedient. Der Ring ist der gleiche, den ich für die Weihnachtsdekoration verwendet habe. Lohnt sich also sehr, so ein Teil. 

Überhaupt, schaut doch mal hier auf dem Blogpost vorbei. Da habe ich auch erklärt, wie easy laienhaft ich so einen Kranz binde. Ich mag das Ergebnis sehr und finde überhaupt, dass man sich viel öfter einfach mal selbst loben sollte. 

Unser Osterstrauß mit einem kleinen Ostereier-diy á la Pinterest

Auf Pinterest lasse ich mich super gern inspirieren (hier kommt ihr zu meinen Pinnwänden). Schnell war klar: Ich bastel einfach mal ein paar Ostereier. Mit Rosa zusammen (seht ihr dann bald auch auf dem noch zu schreibenden Beschäftigungsblogpost) und ich alleine. Wie das Bastelqueens eben so machen. Nicht. Aber ich hatte Lust darauf. 

Mit dem Bild der Basis-Idee bin ich in den Kiez-Bastelladen gegangen. Die liebe Mitarbeiterin hat mir ein paar easy Materialien genannt, mit denen die Idee gut umsetzbar sein sollte: Mit dünnerem Tonpapier (was beim Biegen nicht so schnell Knicke bekommt, wie richtig festes Papier), Prickelnadel sowie Nadeln mit Endstück und Öse fahr ich ganz gut. Meinte die Frau. Und zeigte mir sicherheitshalber auch noch mal an einem Dummy, wie die Idee umsetzbar ist. Ich machte ein Foto davon und war frohen Mutes. 

Und testete - wie breit ein Streifen sein sollte, wie viele Streifen man nehmen sollte, wie lang oder kurz sie sein sollten. Fazit: Viele Wege führen zum schönen Papier-Osterei. Letztendlich habe ich auf einem A4-Tonpapier im Querformat hochkant 1,5 cm breite Streifen eingezeichnet und die Mitte jedes Streifens mit einem Punkt markiert. Für ein Ei benötigt ihr vier Streifen.

Mit der Prickelnadel stecht ihr drei Löcher in einen Streifen - oben, unten und in der Mitte. Legt dann die vier Streifen übereinander. Stecht von oben mit der Nadel in das Loch oben/unten, dann erst in das gegenüberliegende Loch und ganz zum Schluss durch das Loch in der Mitte (siehe Bild 3). Befestigt dann das Endstück, damit nichts mehr verrutscht und fächert die Streifen auf. Et voilà!

Auch im Bastelladen habe ich noch ein schmales Stoffband zum Abrollen gekauft. Daran lassen sich die diy-Eier schön befestigen. An den Strauch haben wir außerdem kleine gekaufte Filzeier und einen Osterhasen für Rosa gehangen. 

Ein österlicher Kuchen mit Häschenplätzchen

Kuchen- und Plätzchenbacken ist eine super schöne (und leckere) Beschäftigung für Kleinkinder und Eltern. Finde ich. Genau deshalb haben wir innerhalb von nun knapp zwei Wochen auch schon grandios einmal zusammen gebacken. Aber einen sehr schönen Kuchen. Schaut mal! 

Zuerst backt ihr einfache Mürbeteigplätzchen. Ich habe kein besonderes Rezept dafür und bin mir gar nicht sicher, ob es Plätzchen geben kann, die nicht schmecken? 

Danach backt ihr den schönen (veganen) Kuchen nach dem Rezept von Zuckerjagdwurst

Heizt euern Ofen auf 180 Grad Umluft vor. Verrührt dann in einer großen Schüssel 225 g Mehl, 170 g Zucker und jeweils eine Tüte Vanillezucker und Backpulver. Gebt anschließend 250 ml Mineralwasser und 50 ml pflanzliches Öl hinzu und rührt es kurz unter. Und, das wars. Ein Rezept nach meinem Geschmack. Fettet jetzt die Kuchenform ein, gebt den Teig hinein und backt den Kuchen auf mittlerer Stufe für 30 Minuten. 

Wenn der Biskuitteig vollständig ausgekühlt ist, könnt ihr die 200 ml (vegane) Sahne mit zwei Tüten Sahnesteif und etwas Vanillezucker aufschlagen. Bestreicht dann den Kuchen mit der Sahne. Danach könnt ihr ihn einfach mit dem Obst eurer Wahl und den Hasenplätzchen dekorieren. Lecker? Lecker! 

Verlinkt mich gern in euren Beiträgen, wenn ich euch zu etwas inspirieren konnte oder gebt mir Bescheid. Darüber freue ich mich immer sehr!