"Rosa tswei nun!" Inspirationen für einen frühlingshaften Pippi Langstrumpf-Kindergeburtstag

Schwupps - das war retrospektiv nur ein Augenblick. Ein Moment. Mein Baby ist zwei. Weder null. Noch eins. Zwei Jahre. Zwei Jahre bereichert sie unser Leben. Lässt uns oftmals deutlich eher aufstehen, als sonst. Lässt uns Fruchtzwerge und immer saure Gurken im Kühlschrank haben. Lässt uns Ängste kennenlernen, die wir nie hatten. Lässt uns mit vor Stolz geschwellter Brust durch den Tag gehen. Und abends mit einem fast überlaufenden Herzen einschlafen. 

"Rosa tswei nun! Miele, miele Schenke!" 

Bereits Wochen vor ihrem großen Tag versicherte sie sich bei jedem anderen Geburtstag davon, dass sie als nächstes Geburtstag habe. "Dann Rosa dran.", sagte sie nickend. Und dann kam der große Tag. Der Geburtstag meines Babies. "Rosa TSWEI nun!" 

Während wir am Geburtstag selbst entspannt zu Dritt feierten, besuchten uns am Wochenende ihre kleinen Freunde und ein Teil unserer Familie. Das war wirklich alles toll. Sie so strahlen zu sehen. Wie aufgeregt sie war. Und wie sehr unsere Lieblingsmenschen unseren Lieblingsmenschen feierten. Das kleine Mädchen, was partout ihre Krone nicht auf dem Kopf lassen wollte und den ganzen Tag "hoppasassa" sang. 

Im Folgenden zeige ich euch im Überblick die Dekoration für Rosas kleine Pippi Langstrumpf-Party, die beiden Geburtstagskuchen und natürlich eine Auswahl ihrer Geschenke. Vielleicht inspiriert euch das ja. Das würde mich wirklich sehr freuen! 

Die Dekoration der kleinen Pippi Langstrumpf-Party

Wie bereits bei Rosas erstem Geburtstag schmückten der Geburtstagsring von Grimms* und viele frische Blumen den Tisch. Diesmal habe ich mich statt Schleierkraut für Kamille als Hauptbestandteil entschieden. Aber grundsätzlich waren die Blumensträuße bunt. Fröhlich, frühlingshaft. 

Genauso wie das thematisch passende Highlight: Die wunderschöne Blumengirlande von Meri Meri*. Sie besteht aus acht bunten Papierblumen inklusive grüner Blätter, die an einer Kordel hängen. Und ca. anderthalb Stunden Bastelzeit. Und ein paar grauen Haaren. Denn am Abend vor Rosas Geburtstag, als ich in der Küche war und den Kuchen gebacken hatte, saß Philipp mit Engelsgeduld am Esszimmertisch. Mit einem kleinen Schälchen aus Wasser, mit welchem er sachte die Finger befeuchtete, um die kleinen einzelnen filigranen Papierbestandteile der Blumen auseinander zu falten. Oups, das wusste ich nicht. Auch nicht, dass die Girlande am besten dafür geeignet ist, an einer Wand zu hängen, um die Blumen zu stabilisieren. Denn die sind so schwer, dass sie sich immer nach unten drehen. Und wir wollten die Girlande zwischen der Balkontür und dem Wohnzimmerfenster aufhängen.
23 Uhr mutierten wir dann zu MacGyver und befestigten am unteren Ende der grünen Blätter zusammengerollte Luftballons. Die gleichten das Gewicht aus und alles war schön. Herrlich. Wieder ein durchaus heller Moment, auf den ich sehr stolz war. 

Denn von den Konfetti-Luftballons* hatten wir wirklich genug. Ein wichtiger Hinweis: Blast Konfetti-Ballons lieber mit einer Pumpe etc. auf. Die Atemluft würde sonst die Konfettis befeuchten und aneinander kleben lassen. Mir persönlich wird da ohne Pumpe sowieso immer etwas schwindlig. Und, wo wir einmal bei Luftballons sind, natürlich darf wieder ein großer goldener Heliumballon nicht fehlen. Ich war wieder bei einem Dekoladen um die Ecke. Und es war der gleiche Ballonmann, wie zum ersten Geburtstag. Und es war auch so windig, dass er sagte, ich solle den Ballon gut festhalten. Er machte mir eine Schlaufe für meine Hand und ich war gleich aufgeregt. Und lief mit stolzgeschwellter Brust durch den Kiez. Und wurde nonstop angelächelt. 

Die Geburtstagskuchen 

Das Rezept für Rosas Geburtstagskuchen, eine Biskuit-Stockwerktorte, habe ich aus dem Buch "Gesund kochen ist Liebe"*. Hier das leicht abgewandelte Rezept:

Trennt sechs Eier und schlagt die Eiweiße mit sechs Esslöffeln Kokosblüten- oder Dattelzucker und einer Prise Salz zu einem cremigen Schnee. Nun hebt ihr abwechselnd die Eigelbe und sechs Esslöffel Dinkelmehl unter. 
Danach heizt ihr den Backofen auf 180 Grad Umluft (200 Grad Ober- und Unterhitze, Gas: Stufe 3) vor. Legt zwei Backbleche mit Backpapier aus. Nehmt den Rand einer Springform und platziert ihn so auf dem Backblech, dass letztendlich zwei Teigkreise drauf passen (am besten so groß wie der Tortenständer, auf dem die Torte anschließend stehen soll. Unserer ist dieser hier*.). Da der Teig eher dickflüssig ist und zumindest bei mir sowieso nicht die komplette Springform ausfüllte (und unperfekt ja auch perfekt ist), habe ich das Ganze mehr oder weniger nach Augenmaß gemacht. Ich Backfee! Gebt dann beide Bleche (mit den vier entstehenden Biskuit-Böden) in den Ofen und lasst die Tortenböden ca. zehn Minuten goldbraun backen. 

Für die Füllung vermischt ihr nach Belieben Joghurt (ca. 600g), Vanillepulver und Agavendicksaft miteinander und wascht das Obst ab (und teilt es gegebenenfalls). Jetzt legt ihr einen Tortenboden auf die Tortenplatte und belegt ihn mit einem Drittel des Joghurts und der Früchte. So noch zweimal und dann schließt ihr mit dem Tortenboden oben ab. Früchte und Puderzucker drauf, für ca. eine Stunde in den Kühlschrank, Kerzen* reinstecken: That's it!

Die Torte für die große Party am Samstag ließen wir von Lottas Torten anfertigen. Ich habe Lotta zu einer kleinen Kuchenbesprechung die beiden Schleichtiere vorbeigebracht. Und sie notierte sich meine Ideen: Pippi Langstrumpf-Thema, schwarz-weiß gepunktet (aber ausgefranste Punkte, keine symmetrischen), minimalistisch, gern viel Grün und Kamille. Tadaaaaa: Ist sie nicht wunder-, wunderschön? 

Sie war einfach so schön, dass ich sie nicht anschneiden konnte. Philipp hat das dann übernommen. Eiskalt. Und eine Freundin hat sogar ein Video davon gemacht. Fühlte sich fast an, wie eine Hochzeitstorte. Haha, denkt ihr jetzt. Aber ich kenne das ja wirklich nicht aus eigener Erfahrung! hehe 
Außerdem haben wir, neben Geschirr und Gläsern, noch viel Obst, good old snackable Windbeutel und Schokomuffins auf den Tisch gestellt. Das blumige Cupcake-Set* ist ebenfalls von Meri Meri und super süß, finde ich. 

"Miele, miele Schenke!"

Rosi ist wieder so reich beschenkt worden. Natürlich nicht nur materiell. "Miele, miele Schenke" gab es. Und sie ist Fan davon, das kann man so sagen. Am Samstag klatschte sie bei jedem Türklingeln in die Hände, wollte zur Tür getragen werden (denn ein bisschen aufgeregt war sie dann schon immer, die kleine Maus), rief "Gäste, Schenke!" und freute sich. Ein kleines schüchternes "Danke!" gab es danach auch immer. 

Hier seht ihr auf jeden Fall eine Auswahl ihrer schönen Geschenke. Wohl drapiert. Ein paar Bücher, ein paar Holzspielsachen. Mehr dazu unter dem Bild. 

Von uns hat Rosa eine Eisenbahn bekommen. Und sie liebt sie ganz doll. Besonders mit Papa auf dem Kinderzimmerboden zu sitzen und schöne Strecken zu bauen. Mit Tunnel, Glocke und Tieren, die dem Zug beim Vorbeifahren zuwinken. Wir haben uns für ein großes Schienenset von Ikea entschieden. Mit Zubehör von Brio. Einer Batterielok* und einem Bauernhof-Zug*. Story continues. 

Genauso bei dem Equipment für die Spielküche. Eisenbahn und Spielküchen eignen sich hervorragend zur Erweiterung bei verschiedenen Anlässen. Oder auch für Adventskalender. Mega gut. Für die Spielküche hat Rosa auf jeden Fall süßes Holzeis, Zitronen, ein Frühstücksset und andere Lebensmittel bekommen. Außerdem ein Plätzchen-Backset*, ein Kaffee- und Teeset* (inklusive "Kakakao" und "Chino") und eine Pizza* (mit abnehmbaren Pilzstückchen und Zwiebelringen). Die schöne Holz-Geburtstagstorte* war das erste Geschenk, welches Rosa am Geburtstagsmorgen auf dem Hochstuhltablett vorfand.

Und das erste Geschenk, welches sie am Geburtstagstisch auspackte, war das wunderschöne Buch Wimmlingen bei Tag und Nacht*. Rosa interessiert besonders die Nacht. Und wir schauen uns jeden Tag (!) den Einbrecher an, der immer näher kommt und (Vorsicht: Spoiler!) letztendlich von der Polizei gefasst wird. Die Polizisten sagen dann immer: "Hey, nikt macken! Hey, darfst nikt!" Das sagen sie im Buch. Aber auch im Kiez, wenn wir an einem Polizeiauto vorbei laufen. Und das sagen sie vor allem sehr sehr laut. 

Von Rosas Freunden haben wir uns Astrid Lindgren- bzw. Pippi Langstrumpf-Bücher gewünscht. Falls sie etwas mitbringen wollen. Rosa ist ein ganz großer kleiner Pippi Langstrumpf-Fan und wir schauen uns immer "Weihnachten mit Astrid Lindgren"* an. Da musste etwas Neues her. Und ja, jetzt haben wir hier wieder ordentlich Abwechslung im Astrid Lindgren-Repertoire: Kennst du Pippi Langstrumpf?*, Nein, ich will noch nicht ins Bett!*, Pippi feiert Geburtstag*, Die Kinder aus der Krachmannstraße* und Geschichten aus Bullerbü*. 

Super doll hat sie sich auch über Puzzle gefreut. Damit beschäftigt sich Rosa auch sehr gern. Allen voran My first puzzle* (ist aber nicht das erste, wir Rebellen!) und das süße Gegensatz-Puzzle*. Das ist von Djeco. Genauso wie diese schönen Tiermagnete*, nach denen ihr mich regelmäßig fragt. 

Das war wirklich ein wunderschöner Geburtstag. Rundum schön. Schöne Momente, liebe Gäste, tolle Erinnerungen. So verrückt, wie planungsintensiv und aufregend Geburtstage sind, seitdem Rosa auf der Welt ist. Also diese ersten beiden. So bewusst habe ich meine eigenen Geburtstage noch nie wahrgenommen. Glaube ich. Dieses Mamading. Ich sag es euch!

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